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Die Rolex Sea-Dweller 126600 - Mark I

Ein kurzer, tiefer Tauchgang in ein seltenes Kapitel der Taucheruhren-Geschichte


Rolex 126600 Mark I - Full of Stickers
Rolex 126600 Mark I - Full of Stickers

Von 2017 bis 2018 gebaut, hat die Rolex Sea-Dweller 126600 Mark I das Potenzial, in den kommenden Jahren zum gesuchten Sammlerstück zu avancieren. Ein genauer Blick auf Herkunft, Besonderheiten und Bedeutung dieser Referenz lohnt sich – besonders jetzt.


Als Rolex im Jahr 2017 auf der Baselworld das 50-jährige Bestehen der Sea-Dweller feierte, war die Überraschung groß – und nicht nur wegen der technischen Evolution. Die Sea-Dweller 126600 kam mit einem Detail zurück, das viele Jahre in den Archiven der Marke schlummerte: einer roten Modellbezeichnung. Ein Verweis auf die allererste Sea-Dweller Referenz 1665 von 1967 – heute unter Sammlern schlicht als „Single Red“ oder „Double Red“ bekannt. Doch die 126600 hatte noch mehr zu bieten – und war zugleich nur für einen Wimpernschlag auf dem Markt: Die Mark I-Version dieser Uhr wurde lediglich von 2017 bis Anfang 2018 produziert, bevor Rolex kleinere Designänderungen einführte und zur Mark II überging.


Ein Blick zurück: Die Geburt der Sea-Dweller

Die Geschichte der Sea-Dweller ist untrennbar mit dem Streben nach Tiefe verbunden. In den 1960er-Jahren arbeiteten Rolex und COMEX (Compagnie Maritime d'Expertises) eng zusammen, um professionelle Taucher mit Uhren auszustatten, die auch bei enormem Druck zuverlässig funktionierten. Die damalige Submariner stieß an ihre Grenzen – sowohl in Sachen Wasserdichtigkeit als auch beim Druckausgleich im Gehäuse.

Die Lösung war die Sea-Dweller. Sie erschien erstmals 1967 mit einem Heliumauslassventil, das ein kontrolliertes Entweichen von Gasen bei Dekompression ermöglichte. Dieses kleine Bauteil war revolutionär – und machte die Sea-Dweller zur bevorzugten Wahl von Berufstauchern auf der ganzen Welt.


Die Referenz 126600 Mark I: Der Jubiläumstaucher

Die 126600 markierte 2017 eine Zäsur in der Modellgeschichte. Rolex hatte das Gehäuse von 40 mm auf 43 mm vergrößert – eine deutliche Ansage in einer Zeit, in der sportliche Luxusuhren zunehmend an Präsenz gewannen. Neu war auch das erstmals in einer Sea-Dweller verbaute „Cyclops“-Lupenglas über dem Datumsfenster – ein Novum, das bei Puristen anfangs kritisch beäugt wurde, inzwischen aber zu einem Erkennungsmerkmal geworden ist.

Der wohl wichtigste Aspekt der Mark I liegt jedoch im Zifferblatt – genauer gesagt: im Rolex-Schriftzug. Bei der Mark I-Variante ist das „L“ in „ROLEX“ perfekt zentriert unter der Krone. Zudem sind die Minuterie und die Schrift leicht anders gesetzt als bei der ab 2018 gebauten Mark II. Diese subtilen Unterschiede sind es, die Sammler elektrisieren – und die die Mark I zu einer echten „Transition Reference“ machen.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal: die „long f“ in „ft“ bei der Tiefenangabe – eine typografische Nuance, die man bei der späteren Mark II nicht mehr findet. Des weiteren der Strich statt einer Krone zwischen "SWISS" und "MADE" bei Sechs-Uhr und die Eins bei der Tiefenangabe 1.220m ist eine römische Eins "I".


Technisch auf der Höhe – mit einem Fuß in der Geschichte

Im Inneren der 126600 arbeitet das Kaliber 3235, ausgestattet mit der Chronergy-Hemmung, 70 Stunden Gangreserve und blauer Parachrom-Spirale. Diese moderne Werksgeneration steht für alles, was Rolex seit jeher auszeichnet: Präzision, Robustheit und Langlebigkeit.

Trotz dieser technischen Aufrüstung hat sich die Referenz bewusst ihrer Wurzeln besonnen – der rote Schriftzug ist mehr als nur eine Hommage. Es ist ein leiser Gruß an eine Ära, in der Uhren nicht durch Marketing, sondern durch echte Einsätze auf Ölplattformen und in Druckkammern geprägt wurden.


Seltenheit durch kurze Produktionszeit

Die Mark I wurde nur im Zeitraum von etwa März 2017 bis Frühjahr 2018 produziert. Danach ersetzte Rolex schleichend das Zifferblatt durch die Mark II-Version. Diese extrem kurze Bauzeit – kombiniert mit der Jubiläumsrelevanz – macht die Mark I besonders attraktiv. Konkrete Produktionszahlen veröffentlicht Rolex traditionell nicht, doch Schätzungen aus dem Sammlermarkt gehen von etwa 10.000 bis 15.000 Stück weltweit aus. Konzentriert man sich auf ungetragene, noch verklebte Modelle bei uns in Europa, kann man die Stückzahl an zwei Händen abzählen, die aktuell verfügbar sind.

Zum Vergleich: Eine „Red Sub“ aus den 1970er-Jahren wurde in deutlich größeren Stückzahlen gefertigt – und erzielt heute dennoch hohe fünfstellige Preise auf Auktionen.


2027 im Blick: Das nächste Jubiläum wirft seinen Schatten voraus

Die Sea-Dweller wird 2027 sechzig Jahre alt. Wer Rolex kennt, weiß: runde Geburtstage werden gern mit einer Neuauflage, einem Facelift oder zumindest einer limitierten Detailveränderung gefeiert. Schon jetzt mehren sich Spekulationen über eine neue Sea-Dweller – vielleicht wieder mit roten Akzenten oder einer Rückbesinnung auf die ursprüngliche Linienführung ohne Lupe.

Für Sammler ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Jetzt ist ein günstiger Moment, um sich eine 126600 Mark I zu sichern, bevor das Marktinteresse weiter steigt. Noch sind Modelle auf dem Zweitmarkt erhältlich – meist zwischen 13.000 und 16.000 Euro, je nach Zustand, Full-Set-Status und Jahrgang.


Fazit: Eine Übergangsreferenz mit Langzeitpotenzial

Die Rolex Sea-Dweller 126600 Mark I ist mehr als nur eine „Jubiläumsedition“. Sie steht an der Schnittstelle von Historie und Moderne, von Toolwatch und Luxusuhr. Ihre geringe Produktionszeit, das rote Zifferblatt und die typografischen Eigenheiten machen sie zu einer Referenz, die in keiner durchdachten Sammlung fehlen sollte – besonders mit Blick auf 2027.

Für alle, die bislang gezögert haben: Jetzt ist die Zeit, den Sprung zu wagen – bevor der Tauchgang in die Tiefen des Sammlermarkts endgültig beginnt.




Rolex Sea-Dweller 126600 – Mark I
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